656

Ankunft am Schwarzen Meer

by Leonhard Helminger 22. Juli 2013 13:11

Ich hab es endlich geschafft! Ein kleiner Traum geht in Erfüllung - Mit dem Fahrrad von Melk an das „Schwarze Meer“, aber erst richtig kann ich mich darüber freuen, wenn der Körper in einem passablen Zustand widerhergestellt ist! Am Schluss war ich einfach nur mehr körperlich und geistig leer. Ich bin einfach nur froh, dass alle Situationen so über die Bühne gegangen sind, wie sie sind. In einigen Momenten habe ich mich nicht wohl gefüllt und den Glauben an mich selbst verloren. Besonders in Ungarn waren die Ups und Downs in kurzen Abständen zu spüren und habe das Ziel außer Augen verloren. Es hätte einiges schief laufen können. Ich habe mich nur schwer auf die Temperaturen von 30-40 Grad zu Mittag einstellen können. 200-280 Kilometer in der Regel bei diesen Temperaturen waren oftmals viel zu viel, und hat meinen Körper und Geist alles abverlangt. Man kann so viel mit dem Geist und Willen erreichen, aber man muss sein Schicksal nicht auf eine Waagschale legen.
Ein Serbe sagte mir, schätze dich glücklich, denn normalerweise ist es viel heißer zu dieser Jahreszeit. Wenn man geschätzt mehr als 90 Stunden in 9 Tagen am Bike sitzt ist man schon stolz auf den Erfolg, aber trotzdem stelle ich die Sinnhaftigkeit vieler Situationen in Frage.

Es ist so einiges geschehen, dass ich erst mal verdauen muss. Die Beine und der Hintern freuen sich auf eine zumindest eintägige Pause.
Ich möchte mich, aber bei den vielen netten Leuten bedanken, die mich unterstützt haben. Seien es, die vielen rumänischen Kinder, die mich mit „High Fives“ schlägen oder „Hola“ Begrüßungen gepusht haben oder das Übernachten auf einer Luftmatratze in Bratislava bei Marek und Anna, obwohl Sie mich wenige Sekunden vorher auf der Straße kennen gelernt haben oder das Mittagessen bei Miles Familie (ich hoffe, dein Name wird so geschrieben). Am glücklichsten bin ich darüber, dass ich noch mit allen sieben Zwetschken angekommen bin und dass ich endlichhhhhh meine Vorurteile über Osteuropa bereinigen konnte, welches auch eine große Intention meinerseits war. Ich wünschte ihr hättet dieselben kulturellen Erfahrungen machen dürfen, dann würde der ein oder andere sein Weltbild über den Ostenüberdenken. Ich bin mir bewusst, dass einige unter uns der Kultur nicht so einen hohen Stellenwert zuschreiben, aber gebt dem „Anderssein“ eine Chance. Dies zu tolerieren ist beinhart, aber oftmals beruht Intoleranz auf Missverständnissen.

Die nächsten Ziele sind, das 25 Länder Kontingent aufzustocken, aber viel wichtiger ist meine baldige Heimreise für ein paar Tage(voraussichtlich 24. Juli- es wartet höchstwahrscheinlich eine 30ig stündige Zugfahrt von Galati-ich hoffe alles läuft wie geplant) nach Oberösterreich.


Liebe Grüße vom „Schwarzen Meer“,
tramp06

 

 

Tags:

1166

Vorbereitung

by Leonhard Helminger 6. Juli 2013 16:45

Was haben ein Trekking Bike, Kevin Sorbo und ein Student gemeinsam?

Das Fabrikat des Bikes nennt sich Herkules. Kevin Sorbo nahm in der TV-Serie die Rolle als Hercules ein und der Student fährt durch Europa auf einem Herkules - in circa zwei Wochen kann es endlich losgehen.
Ein paar kurze Eindrücke von meinen (zahlreichen) (lol) Trainingseinheiten folgen in wenigen Tagen.

 

Tags:

2695

Tour Europeos

by Leonhard Helminger 1. Mai 2013 23:36


Meine Ziele:

Ich habe Minimum 25 Länder Europas (siehe Route) im Visier und gebe mir zwei bis drei Monate für mein Vorhaben Zeit. In dieser Periode möchte ich mindestens 6 000 Kilometer mit dem Fahrrad bewerkstelligen und den Rest mit der Eisenbahn. In dieser Zeit möchte ich nur über Couchsurfing, EGEA oder bei Freunden, die verstreut in ganz Europa leben, eine Schlafgelegenheit finden. Ziel ist es, nicht in luxuriöse Hotels abzusteigen. Ich möchte auf humorvolle Art und Weise die Vielfalt unterschiedlicher Menschen schildern.

 

Ich habe neben dem sportlichen Ereignis eine große Absicht.

 

[…] Es soll die Vielfalt des Menschen geschätzt und toleriert werden und darauf                                   werde ich immer hinweisen. […] ( HELMINGER 2013)

 

Die Interkulturalität des Projektes nimmt auch eine zentrale Rolle ein. Meine Beabsichtigungen sind, dass die diversen Facetten Europas aufgezeigt werden. Immer wieder lasse ich meinen geistigen Ausdruck in Form eines Blogs in Erscheinung treten. Alles begann mit diesem einen Blog

 

Textpassage 1:

Was sind die Intentionen dieses jungen Mannes? Ist es zu transzendieren und aus seiner Da- Seins Rolle hinauszuschreiten und einfach über die Ideale der Gesellschaft hinwegzusehen und sie zu analysieren? Möchte er uns Interdependenzen zwischen Mensch und Umwelt erläutern? Möchte er Vorurteile über andere Menschen vermeiden? Versucht er den Flow anderer Kulturen zu vermitteln? Was ist richtig und was ist falsch oder ist es nur ein Konstrukt unserer diversen Kulturen?

 

 Textpassage2:

I bin da Bua von a Schneiderin und von an Elektriker. Bis jetzt hab I nu net wirklich ghackelt, und nur a bissi Ferialhackln und bei da Post a a bissi, aba fürs unsa Gemeinwohl hoab I net wirklich was do. Sunst hoat da Bua a nu a bissi studieren do. Wiavie das doa henga bliem is des fragts liaba net. Wann duada denn endlich moi arbeiten? I hoab nua ghört dass er den Somma a bissi bled in Europa durch die Gegend foat und dabei schaut er sie die Leit so an wia sie leben. Warum tuat er den des? Nur Scherereien mit dem Buam!

 

Diese zwei Textpassagen könnten unterschiedlicher von der Formulierung nicht sein. Sie könnten, aber auch symptomatisch für die verschiedenen Denkweisen auf unserem geliebten Planeten oder innerhalb eines Landes widerspiegeln. Es gibt viele unterschiedliche

 

Denkweisen, die zumeist zu Missverständnissen führen. In manchen Kulturkreisen ist es Gang und Gebe Emotionen zu zeigen und in manchen ist sogar verpönt. Sei dir bewusst, wenn man die genetischen Faktoren außer Acht lässt, dass du zu Beginn nicht mehr als eine leere Tafel warst, erst im Laufe der Jahre hast du dich zu dem entwickelt was du jetzt bist. Sei nicht enttäuscht, wenn du von anderen fehlinterpretiert wirst, denn durch Erfahrungen schließt du auf Interpretationen und die lassen des Öfteren keinen anderen Spielraum. Du könntest jedoch einen anderen Denkansatz anwenden und nicht aus Interpretationen schließen, sondern dich selbst weiterbilden und zu den Nachrichten noch eigenständige Recherchen machen.

 

Hallo, bin ich eine Millionärstochter / ein Millionärssohn, der nicht weiß was man mit seiner Freizeit anfangen soll?

 

Hey, ich habe drei Kinder und bin heilfroh wenn ich die Kinder ins Bett gebracht habe, dass ich relaxt noch ein bisschen Nachrichten sehen kann.

 

Andere Option: Hey, ich möchte nachdem stressigen Arbeitstag einfach nur mein Hirn abschalten und dabei ein wenig Ferngucken.

 

Es gäbe noch viele andere Optionen, aber was ist der springende Punkt?

 

Es fehlt einfach den meisten Leuten entweder die Zeit, die man sich nicht gönnen mag oder nicht zur Verfügung gestellt bekommt, daher brauchen wir Leute die ehrlich und keinen Blödsinn „verzapfen“ (kein Patent drauf, aber dieses Wort ist innviertlerisch und ist ein Synonym für erzählen).

 

Mit einer positiven Haltung gegenüber allen anderen und ein baldiges Wiederhören, euer tramp06 (Warum tramp06? Denn 2006 wurde mir die Reiselust injiziert, die bis zum heutigen Tag nicht gestillt werden konnte)

Tags:

Powered by BlogEngine.NET 2.5.0.6
Original Design by Laptop Geek, Adapted by onesoft