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Ankunft am Schwarzen Meer

by Leonhard Helminger 22. Juli 2013 13:11

Ich hab es endlich geschafft! Ein kleiner Traum geht in Erfüllung - Mit dem Fahrrad von Melk an das „Schwarze Meer“, aber erst richtig kann ich mich darüber freuen, wenn der Körper in einem passablen Zustand widerhergestellt ist! Am Schluss war ich einfach nur mehr körperlich und geistig leer. Ich bin einfach nur froh, dass alle Situationen so über die Bühne gegangen sind, wie sie sind. In einigen Momenten habe ich mich nicht wohl gefüllt und den Glauben an mich selbst verloren. Besonders in Ungarn waren die Ups und Downs in kurzen Abständen zu spüren und habe das Ziel außer Augen verloren. Es hätte einiges schief laufen können. Ich habe mich nur schwer auf die Temperaturen von 30-40 Grad zu Mittag einstellen können. 200-280 Kilometer in der Regel bei diesen Temperaturen waren oftmals viel zu viel, und hat meinen Körper und Geist alles abverlangt. Man kann so viel mit dem Geist und Willen erreichen, aber man muss sein Schicksal nicht auf eine Waagschale legen.
Ein Serbe sagte mir, schätze dich glücklich, denn normalerweise ist es viel heißer zu dieser Jahreszeit. Wenn man geschätzt mehr als 90 Stunden in 9 Tagen am Bike sitzt ist man schon stolz auf den Erfolg, aber trotzdem stelle ich die Sinnhaftigkeit vieler Situationen in Frage.

Es ist so einiges geschehen, dass ich erst mal verdauen muss. Die Beine und der Hintern freuen sich auf eine zumindest eintägige Pause.
Ich möchte mich, aber bei den vielen netten Leuten bedanken, die mich unterstützt haben. Seien es, die vielen rumänischen Kinder, die mich mit „High Fives“ schlägen oder „Hola“ Begrüßungen gepusht haben oder das Übernachten auf einer Luftmatratze in Bratislava bei Marek und Anna, obwohl Sie mich wenige Sekunden vorher auf der Straße kennen gelernt haben oder das Mittagessen bei Miles Familie (ich hoffe, dein Name wird so geschrieben). Am glücklichsten bin ich darüber, dass ich noch mit allen sieben Zwetschken angekommen bin und dass ich endlichhhhhh meine Vorurteile über Osteuropa bereinigen konnte, welches auch eine große Intention meinerseits war. Ich wünschte ihr hättet dieselben kulturellen Erfahrungen machen dürfen, dann würde der ein oder andere sein Weltbild über den Ostenüberdenken. Ich bin mir bewusst, dass einige unter uns der Kultur nicht so einen hohen Stellenwert zuschreiben, aber gebt dem „Anderssein“ eine Chance. Dies zu tolerieren ist beinhart, aber oftmals beruht Intoleranz auf Missverständnissen.

Die nächsten Ziele sind, das 25 Länder Kontingent aufzustocken, aber viel wichtiger ist meine baldige Heimreise für ein paar Tage(voraussichtlich 24. Juli- es wartet höchstwahrscheinlich eine 30ig stündige Zugfahrt von Galati-ich hoffe alles läuft wie geplant) nach Oberösterreich.


Liebe Grüße vom „Schwarzen Meer“,
tramp06

 

 

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Vorbereitung

by Leonhard Helminger 6. Juli 2013 16:45

Was haben ein Trekking Bike, Kevin Sorbo und ein Student gemeinsam?

Das Fabrikat des Bikes nennt sich Herkules. Kevin Sorbo nahm in der TV-Serie die Rolle als Hercules ein und der Student fährt durch Europa auf einem Herkules - in circa zwei Wochen kann es endlich losgehen.
Ein paar kurze Eindrücke von meinen (zahlreichen) (lol) Trainingseinheiten folgen in wenigen Tagen.

 

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